Über mich

Viele Inspirationen für meine Bilder finde ich in der Natur, in Blumen, Tieren und Landschaften. Aber auch meiner Heimatstadt München sowie einigen anderen von mir besuchten Städten habe ich einige Bilder gewidmet.
Ich male in unterschiedlichen Techniken, z. B. in Pastell, Aquarell, Gouache, Farbstiften und Acryl. Während meines Studiums (Informatik) nahm auch mein Interesse an digitaler Malerei (Digital Painting) zu.


Da die traditionellen Techniken wohl den meisten bekannt sein dürften, möchte ich im Folgenden das weniger bekannte Digital Painting und meine Arbeitsweise darin kurz darstellen.

Ricarda Blank
Ricarda Blank
Dipl.-Informatikerin und freischaffende Künstlerin

Digital Painting

Einige meiner Bilder sind am Computer entstanden, sie sind digital gemalt (Digital Painting). Dabei handelt es sich nicht um eine Software, die Fotos so umwandelt, dass sie Gemälden ähneln. Die Bilder werden wirklich gemalt, allerdings nicht mit traditionellen Stiften oder Pinseln, sondern mit einem elektronischen Stift und einem Grafiktablett. Stift und Tablett übertragen Signale über Bewegung, Geschwindigkeit, Druckstärke und Neigungswinkel an den Computer, wo mithilfe eines Grafikprogramms der passende Malstrich auf einer digitalen "Leinwand" erzeugt wird.
Ich arbeite meistens mit Corel Painter, einem Programm, das traditionelle Maltechniken wie Öl, Kreide oder Aquarell simuliert. Die Arbeitsweise ähnelt sehr stark der auf Papier oder Leinwand. Es bedeutet allerdings eine gewisse Umstellung, das Gemalte auf dem Bildschirm statt auf der Malfläche zu sehen. Nur sehr teure Grafiktabletts zeigen das Gemalte direkt an.

Ein Vorteil der digitalen Malerei liegt für mich darin, ganz in meinem eigenen kreativen Tempo arbeiten zu können. Weder muss man sich beeilen, weil die Farben sonst trocknen und nicht mehr ineinander fließen würden, noch muss man auf das Trocknen einer Schicht warten, bevor man weiterarbeiten kann. Außerdem sind Vermischungen von Techniken möglich, die mit den realen Medien nicht oder nur schwer möglich wären. Auch eine Kombination von traditioneller und digitaler Arbeitsweise ist möglich: Ich mache beispielsweise Skizzen und Vorzeichnungen oft noch auf Papier, scanne sie ein und arbeite digital weiter.

Entstehung eines digitalen Bildes

In der digitalen Malerei ist es auch sehr einfach möglich, die Entstehung eines Bildes zu dokumentieren: Es kann einfach in verschiedenen Stadien gespeichert werden. Außerdem kann in mehreren übereinanderliegenden durchsichtigen Schichten gearbeitet werden, die die Entstehung und den Aufbau eines Bildes auch im Nachhinein noch zeigen können. Das folgende Beispiel zeigt in mehreren Schritten die Entwicklung meines Bildes "Apfelblüte". Hier habe ich die Pastellkreiden-Simulation von Corel Painter verwendet.

  1. Schritt: Die Vorzeichnung auf grünem Untergrund.
  2. Schritt: Ast, Zweige und Blätter wurden ausgeführt.
  3. Schritt: Weitere Details an den Zweigen und erste Blüten wurden ergänzt.
  4. Schritt: Die Blüten wurden fertiggestellt.
  5. Schritt: Der Hintergrund wurde noch etwas strukturiert. Damit ist das Bild fertiggestellt.
Apfelblüte, gerahmt
Das gedruckte Bild "Apfelblüte", mit Passepartout in grünem Rahmen.

Die fertigen Bilder können auf unterschiedliche Papiere ausgedruckt werden. Auch die Größe ist in gewissen Grenzen variabel: Technisch gesehen können die so erzeugten Bilder nicht ohne erhebliche Qualitätsverluste größer ausgedruckt werden als sie ursprünglich erzeugt wurden (pixelbasiertes Grafikformat), kleiner dagegen schon. Darüber hinaus haben die meisten Bilder meiner Meinung nach eine bestimmte "Idealgröße" (i.d.R. die Originalgröße), in der sie am Besten wirken und von der man deshalb nicht wesentlich abweichen sollte.
Im Unterschied zu älteren Drucktechniken, wie Lithographie oder Holzschnitt, unterscheiden sich die einzelnen Exemplare - ein professionelles Farbmanagement vorausgesetzt - praktisch nicht voneinander.
Das Foto zeigt, wie das Bild gedruckt und gerahmt aussehen kann. Um die Farbwiedergabe und Qualität vollständig kontrollieren zu können, drucke ich meine Bilder selbst. Ich verwende dazu Büttenpapier und Pigmenttinten, was eine gute Farbwiedergabe und hohe Haltbarkeit ermöglicht.

Weitere Beispiele